12. Mai 2017

Ziele

Ziel ist die Qualifikation zur geprüften ‘Fachkraft für Tiergestützte Therapie und Pädagogik’ für den professionellen Einsatz von Tieren (insbesondere von Alpakas und auch Hunden) in der Arbeit mit Menschen aller Altersgruppen. Das Hauptaugenmerk für die spätere Tätigkeit der Fachkraft liegt auf erwachsenen Menschen, die chronisch körperlich krank, behindert oder von einer psychischen Störung betroffen sind. Mit Hilfe Tiergestützter Interventionen soll deren Gesundheit, Lebensqualität oder auch Inklusion gefördert werden. Die vermittelten Grundkompetenzen sollen es den Kandidaten auch ermöglichen, diese über diesen Schwerpunkt hinaus in anderen Bereichen einzusetzen.

Qualifikationsmerkmal

AbsolventInnen der berufsbegleitenden Ausbildung sind qualifiziert für ein eigenverantwortliches tiergestütztes therapeutisches und/oder pädagogisches sowie gesundheitsförderndes Arbeiten im Rahmen von Institutionen oder in der freien Praxis. Die TeilnehmerInnen verfügen über ein breites Repertoire an grundlegenden theoretischen und praktischen Kenntnissen, um als Fachkraft in ihren Berufsfeldern zu arbeiten.

Theoretische und praktische Befähigung

Die Teilnehmer erwerben hierzu theoretische Kenntnisse zur tiergestützten Therapie, zum therapeutischen Einsatz von Tieren, insbesondere von Alpakas sowie Hunden. Sie erwerben die Kernkompetenz Tiergestützte Therapeutische Interventionen zu initiieren, zu planen und ausgehend von Praxisbeispielen deren Umsetzung. Sie sind in der Lage die therapeutische Intervention zu bewerten, zu evaluieren und deren Qualität zu sichern.

Schwerpunktsetzung bei der Auswahl der Tiere

Die Fortbildung befähigt umfassend dazu, die Auswahl geeigneter Tiere auf dem Hintergrund des Wissens um deren Besonderheiten in Ausdruck und Verhalten in Passung an die Problemlage, den betroffenen Menschen und die Gesamtsituation zu treffen. Für konkrete Ansatzpunkte sowohl im therapeutischen Handeln als auch im Umgang mit Tieren liegt der Schwerpunkt auf Alpakas und Hunden. Für das Handling von Alpakas werden die unverzichtbaren Grundkompetenzen auch praktisch vermittelt. Diese Fortbildung ersetzt jedoch keine spezifische Ausbildung für die therapeutische Arbeit mit Alpakas oder Hunden.

Bedeutung des Tieres als Wesen in Tiergestützten Interventionen

Die TeilnehmerInnen beziehen sich als Grundlage ihres Handelns darauf, dass Tiergestützte Interventionen mehr sind als eine spezifische Technik. Die Betonung des Tieres als Wesen und damit Bezugswesen in den therapeutischen Prozessen ist ethische Grundlage ihres Handelns. Dies heißt, dass die Bedürfnisse des Tieres immer den gleichen Stellenwert haben wie das Wohl der KlientIn sowie der TherapeutIn. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Schutz des Tieres. Therapeutisch eingesetzte Tiere dürfen nicht instrumentalisiert, ausgebeutet und überfordert werden. Tierschutz und Tierwohl stehen an erster Stelle.

Die TeilnehmerInnen verstehen die Bedeutung des Mehrwertes des Tieres als Bestandteil des Beziehungs-Dreiecks TherapeutIn-KlientIn-Tier in einer therapeutischen oder pädagogischen Intervention zu erkennen, zu benennen und zu belegen.