12. Mai 2017

Leitung

Das Institut ITIVV (Institut für tiergestützte Interventionen auf verhaltenstherapeutischer und verhaltensmedizinischer Basis) ist in der „Lederbogen und Jungnitsch GbR – ITIVV“ organisiert und wird zu gleichen Teilen von der Sozialpädagogin Silke Lederbogen und dem Psychologen Prof. Dr. Georg Jungnitsch geleitet.  Das Leitungsteam der Fachausbildung besteht zusätzlich aus der Heilerziehungspflegerin Heike Ochner, die ihre Qualifikation als Fachkraft für tiergestützte Therapie und Pädagogik mit Lamas und Alpakas 2010 am ISAAT-Zertifizierten Institut AATLA erlangt hat.  Im Unterricht kommen neben ihnen auch fachlich ausgewiesene Gastdozenten zum Einsatz. Es besteht ein wissenschaftlicher Beirat.

 

SILKE LEDERBOGEN

Silke Lederbogen (geb. 1964) ist mit Tieren aufgewachsen und hat in ihrer Jugend ein einjähriges Praktikum in einer Demeter-Landwirtschaft (biologisch-dynamisch) gemacht und später eine EDV-Ausbildung. 17 Jahre lang hat sie freiberuflich an Volkshochschulen und bei der IHK unterrichtet (EDV-Kurse und Ausbildereignungsschein) und war zudem in der EDV-Branche selbstständig tätig. Außerdem hat sie viele Jahre lang eine Volkshochschulaußenstelle geleitet. Sie verfügt über eine staatlich anerkannte Ausbildereignung (AdA-IHK). Gegenwärtig ist sie Dozentin am Bildungswerk der Bayerischen Bezirke am Kloster Irsee für den dreitägigen Kurs  „Tiergestützte Interventionen“ mit den Themen: „Aspekte der Mensch-Tier-Beziehung – Wirkweisen von TGI – Versicherungsschutz für den Einsatz in einer Klinik – Hygieneaspekte – Ausbildung von Mensch-Tier-Teams – Erstellung von Regelkatalogen – §11 TierSchG und andere Aspekte von Ethik und Tierschutz – Erstellung eigener Konzepte“.

Seit 2009 ist sie Sozialpädagogin BA und arbeitet im Bezirksklinikum Mainkofen im Sozialdienst. Aktuell schreibt sie an ihrer Masterarbeit zum Thema Tiergestützte Interventionen. Ihre Bachelorarbeit hat sie zum Thema „Tiergestützte Interventionen in der stationären Psychiatrie – mit einem Konzept exemplarisch für das Bezirksklinikum Mainkofen“ geschrieben. Diese ist 2012 im Diplomica-Verlag Hamburg als Buch mit dem Titel „Tiere in der Therapie psychisch kranker Menschen – Ein Überblick über den Einsatz von Tieren in der stationären Psychiatrie“ erschienen.

Seit 8 Jahren leitet Silke Lederbogen die eingesetzten Teams am BKH Mainkofen. Ihre Aufgabe ist es, diese zu koordinieren und die Einhaltung aller Qualitätsstandards zu kontrollieren sowie neue Konzepte für den Einsatz von Tieren in der Allgemeinen und der Forensischen Psychiatrie zu entwickeln. Ihr Anspruch ist der hochprofessionelle Einsatz von TGI und ein wissenschaftlich fundierter Hintergrund der Maßnahmen, sowie die Berücksichtigung ethischer Gesichtspunkte und natürlich des Tierschutzes. Im Rahmen von Hospitationen und Praktika leitet sie die TN diverser akkreditierter Institute zur Fachkraftausbildung an.

Silke Lederbogen ist Mitglied bei AZVD e.V. (Alpakazuchtverein Deutschland) und bei Protek e.V. (Rehabilitationsverein und Träger von Arbeits- und Wohnprojekten für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen). Privat hat Frau Lederbogen zwei erwachsene Kinder und wohnt seit fast 30 Jahren auf einem kleinen Nebenerwerbshof am Rande des Bayerischen Waldes. Dort hält sie immer schon landwirtschaftliche Nutztiere wie Hühner, Enten, Gänse und Schafe. Seit Ende 2012 hat sie zusammen mit ihrem Mann, Georg Jungnitsch, eine kleine Alpakaherde (derzeit 40 Stück). Mit ihm gemeinsam betreibt sie die Alpakazucht „Lindforst Alpakas“ und das Institut ITIVV.

 

PROF. DR. GEORG JUNGNITSCH

Prof. Dr. Georg Jungnitsch (geb. 1954) ist Diplom-Psychologe und approbierter Psychotherapeut; besitzt die Zusatzqualifikationen „Klinische Hypnose M.E.G.“ sowie „Psychologische Schmerztherapie“ und ist an der OTH Regensburg tätig. Er ist Supervisor und Selbsterfahrungsleiter in diversen staatlich anerkannten Ausbildungsinstituten zur Erlangung der Approbation als Psychologischer Psychotherapeut, bzw. Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeut (AVM; AIM; AVR; IFT; BAP; CIP u.a.) und Ausbilder in den genannten Verhaltenstherapieinstituten sowie Ausbilder im Rahmen des Curriculums „Psychologische Schmerztherapie“ und von der Bayrischen Psychotherapeutenkammer Akkreditierter Fortbildungsleiter.

Als Supervisor ist er seit 1992 anerkannt. Sein Tätigkeitsschwerpunkt ist neben der Forschung und Lehre an der Ostbayrischen Technischen Hochschule Regensburg in der Fakultät für Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften seine Arbeit mit chronisch kranken Menschen und solchen mit chronischen Schmerzen sowie Verhaltenstherapie bei allen indizierten Störungsbildern. In der Ausbildung für StudentInnen der Sozialpädagogik behandelt er folgende Themenschwerpunkte: „Grundlagen der Psychologie“, „Psychologie behinderter Menschen und Rehabilitation“, „Forschungsmethodik“, „Kommunikation und Gesprächsführung“ und „Klinische Psychologie“ sowie „Tiergestützte Interventionen“. Er ist Initiator des Studienangebotes „Tiergestützte Soziale Arbeit“ an der OTH Regensburg und lehrt dort die Grundlagen der Tiergestützten Therapie sowie die Grundlagen der Konzeption von TGI für verschiedene Kompetenzbereiche zusammen mit seiner Kollegin, Frau Professor Dr. Weiderer.

Im Rahmen der Hochschulausbildung ist er vor allem bei den Abschlussarbeiten (früher Diplom, heute Bachelor- und Masterarbeiten) bereits seit Jahren mit unterschiedlichen Themen und deren wissenschaftlichen Aufarbeitung sowohl theoretisch wie empirisch aus dem Bereich Tiergestützter Interventionen befasst. Im Jahre 20017 wurde eine von ihm betreute Arbeit mit einer Anerkennung im Rahmen des Wissenschaftspreises zu Ehren von Prof. Dr. Erhard Olbrich ausgezeichnet (Rebecke Bönicke: Der Einfluss pferdegestützter Intervention – Hormonelle Auswirkungen bei Kindern mit einer gestörten Bindungsstruktur).

Er besitzt den Sachkundenachweis nach § 11 Tierschutzgesetz, ist Mitglied im Verein der Züchter, Halter und Freunde von Neuweltkameliden e.V. und ist mit der wissenschaftlichen Begleitung des Projektes der Tiergestützten Therapie am Bezirksklinikum Mainkofen zusammen mit Silke Lederbogen befasst. In einer Kooperation begleitet er außerdem den Bereich der Tiergestützten Interventionen im Heimbereich sowie Einsatz sozialer Landwirtschaft und Tiergestützte Interventionen in der Förderschule am Kinderzentrum St.Vincent Regensburg wissenschaftlich.

 

HEIKE OCHNER

Heike OchnerHeike Ochner (geb. 1968) ist mit Tieren aufgewachsen und entwickelte schon früh eine ausgesprochene Tierliebe.
10 Jahre war sie als staatlich geprüfte Kinderpflegerin tätig und sammelte Erfahrungen in einem integrativen Kindergarten. Seit 2004 arbeitet sie als staatlich geprüfte Heilerziehungspflegerin – derzeit mit Menschen mit Autismus-Spektrums-Störungen.

Frau Ochner ist nach ISAAT geprüfte Fachkraft für tiergestützte Therapie und Pädagogik mit Lamas und Alpakas. Sie verfügt über den entsprechenden Sachkundenachweis.
2013 initiierte sie das Projekt „Alpaka in der Schule“ in der KJF Bildungsstätte St. Gunther in Cham (Oberpfalz).
Anschließend absolvierte sie Fortbildungen zum Coach und zur Tierkommunikatorin.

Heike Ochner ist Mitglied im Berufsverband Tiergestützte Therapie, Pädagogik und Fördermaßnahmen und im Verein der Züchter, Halter und Freunde von Neuweltkameliden e.V.

Bei ITIVV ist sie in die Fachliche Leitung eingebunden und gestaltet die Leitlinien und Inhalte der Ausbildung mit. Außerdem ist sie selbst Referentin für verschiedene Themen.

Heike Ochner lebt mit Ehemann und Schäferhündin Jana sowie Katzen und Hühnern auf einem Hof im Bayerischen Wald.